Party of Labour of Austria, Anniversary of NATO attack on Yugoslavia

3/24/20 2:20 PM
  • Austria, Party of Labour of Austria De En Europe Communist and workers' parties

Against imperialism and occupation in Yugoslavia!

 

Declaration of the Central Committee of the Austrian Party of Labour (Partei der Arbeit, PdA / Partija Rada Austrije) on the anniversary of the NATO attack on Yugoslavia, Vienna, 24 March 2020

 

On 24 March 1999, NATO launched a war of aggression against the Federal Republic of Yugoslavia, which at that time consisted of the constituent republics of Serbia and Montenegro. An imperialist military aggression was unfolded in violation of international law and the UN Charter. The NATO bombing killed at least 3,500 people and injured more than 10,000, and large parts of the infrastructure were ruthlessly destroyed. At the same time, the air raids were a prerequisite for the Kosovo-Albanian terrorist organisation UÇK to carry out anti-Serb ethnic cleansing in Kosovo and bring the Serbian province under its control. With the help of the USA and the EU, an Albanian regime was established in Kosovo which negates the territorial integrity of Serbia and wrongly considers itself an "independent state". The NATO attack on Yugoslavia and its consequences were the temporary completion of the deliberate disintegration of Yugoslavia and subjugation to Western European and North American imperialism.

 

Since 1991, imperialism has succeeded in destroying Yugoslavia as a state unit and breaking it up into functional parts. This was a prerequisite for quickly and completely overcoming the SFRY's social and ownership structures and for connecting the separate individual states of the Yugoslav region to the EU bloc at different levels and in different ways. At the same time, the monopoly capital and the EU were and still are concerned with liquidating the socialist and anti-fascist consciousness of the people of Yugoslavia by carrying out anti-communist falsification of history, disinformation campaigns and destroying monuments, defaming communist organisations and activities, rehabilitating fascist and monarchist ones.

 

From the very beginning, Austrian capital was one of the leaders in the destruction of the SFR Yugoslavia. Together with the Federal Republic of Germany, Austria supported separatism and secessionmainly by Slovenia and Croatia, and with the help of the EU and NATO the Austrian Federal Army is today a relevant occupying power in the so-called "Western Balkans" (this term is also used to suppress Yugoslavia as the name of the region and thus any memory of the former common state). In Bosnia-Herzegovina, Austria provides by far the largest military contingent of EUFOR's "Operation Althea" and, throughout since 2009, the Force Commander on site. In addition, the position of civilian governor ("High Representative"), who has considerable political power in Sarajevo, has been occupied by the Austrian diplomat Valentin Inzko since 2009. In Kosovo, which has been under the control of KFOR since the NATO war, the Austrian Federal Army provides the third largest troop contingent after the USA and Italy as well as the deputy commander on site. Austrian banks and corporations have invaded all the successor states of Yugoslavia and today represent a large part of the Western European monopolies, which can make immense profits at the expense of the population in the region through privatisation, market liberalisation and investment.

 

While Slovenia and Croatia were led into the EU as reliable partners of the monopoly capital, Montenegro and now also Northern Macedonia will at least be connected to NATO, Bosnia-Herzegovina remains a kind of protectorate of the EU under Austrian leadership. Serbia has resisted US and EU imperialism for the longest time; the monopolies and military still lack full possibilities of access. That is why this state has been further disintegrated and put under pressure, especially through the NATO attack in 1999 and the illegal secession of Kosovo, but also through destabilising interference in Vojvodina.

 

The Party of Labour of Austria rejects the imperialist and militarist penetration of the Yugoslav states. It condemns the NATO attack of 1999 as criminal imperialist aggression and a clear breach of international law. The Party of Labour stands on the side of the peoples of Yugoslavia and their communist and workers' parties fighting for sovereignty, integrity, peace and socialism.

 

The Party ofLabourof Austria demands:

 

- Withdrawal of the Austrian Federal Army and all imperialist troops from Yugoslavia!

- Stop imperialist interference, paternalism and occupation!

- Revocation of recognition of Kosovo and its reintegration into the Republic of Serbia!

- Reparation payments by NATO, USA and EU for the war of 1999!

- NATO war criminals and collaborators on trial!

- For a region of international friendship, peace and socialism!

 

 

 

Gegen Imperialismus und Okkupation in Jugoslawien!

 

Erklärung des Parteivorstandes der Partei der Arbeit Österreichs (PdA, Partija Rada Austrije) zum Jahrestag des NATO-Angriffs auf Jugoslawien, Wien, 24. März 2020

 

Am 24. März 1999 begann die NATO einen Angriffskrieg auf die Bundesrepublik Jugoslawien, die damals noch aus den Teilrepubliken Serbien und Montenegro bestand. Unter Bruch des internationalen Völkerrechts und der UN-Charta wurde eine imperialistische militärische Aggression entfaltet. Durch das NATO-Bombardement wurden mindestens 3.500 Menschen getötet und über 10.000 verletzt, weite Teile der Infrastruktur wurden rücksichtslos zerstört. Gleichzeitig waren die Luftangriffe Voraussetzung dafür, dass die kosovo-albanische Terrororganisation UÇK im Kosovo antiserbische ethnische Säuberungen vornehmen und die serbische Provinz unter ihre Kontrolle bringen konnte. Mit Hilfe der USA und der EU wurde im Kosovo ein albanisches Regime errichtet, das die territoriale Integrität Serbiens negiert und sich zu Unrecht als „unabhängiger Staat“ betrachtet. Der NATO-Überfall auf Jugoslawien und seine Folgen bildeten den vorläufigen Abschluss der gezielten Desintegration Jugoslawiens und der Unterwerfung unter den westeuropäischen und nordamerikanischen Imperialismus.

 

Seit 1991 ist es dem Imperialismus gelungen, Jugoslawien als staatliche Einheit zu zerschlagen und in zweckmäßige Einzelteile zu zerlegen. Dies war Voraussetzung, um die sozialen und Eigentumsverhältnisse der SFRJ rasch und vollständig zu überwinden und die separaten Einzelstaaten der jugoslawischen Region auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlicher Weise an den EU-Block anzuschließen.Gleichzeitig ging und geht es dem Monopolkapital und der EU darum, das sozialistische und antifaschistische Bewusstsein der Menschen Jugoslawiens zu liquidieren, indem antikommunistische Geschichtsfälschung und Desinformation betrieben sowie Denkmäler zerstört werden, indem kommunistische Organisationen und Aktivitäten diffamiert, faschistische und monarchistische rehabilitiert werden.

 

Von Beginn an war das österreichische Kapital mit federführend bei der Zerstörung der SFR Jugoslawien. Gemeinsam mit der BRD wurden Separatismus und Sezession v.a. Sloweniens und Kroatiens betrieben, mit Hilfe der EU und der NATO ist das österreichische Bundesheer heute eine relevante Besatzungsmacht am so genannten „Westbalkan“ (mit diesem Begriff soll Jugoslawien auch als Name der Region und damit jede Erinnerung an den früheren gemeinsamen Staat unterdrückt werden). In Bosnien-Herzegowina stellt Österreich das mit Abstand größte militärische Truppenkontingent der „Operation Althea“ der EUFOR sowie seit 2009 durchgehend den Kommandanten vor Ort. Zusätzlich wird die Position des zivilen Statthalters („Hoher Repräsentant“), der in Sarajevo über erhebliche politische Macht verfügt, ebenfalls seit 2009 durch den Österreicher Valentin Inzko besetzt. Im Kosovo, der seit dem NATO-Krieg unter Kontrolle der KFOR steht, stellt das österreichische Bundesheer das drittgrößte Truppenkontingent nach den USA und Italien sowie den stellvertretenden Kommandanten vor Ort. In allen jugoslawischen Nachfolgestaaten sind österreichische Banken und Konzerne einmarschiert und stellen heute einen Großteil der westeuropäischen Monopole, die in der Region durch Privatisierungen, Marktliberalisierungen und Investitionen immense Profite zulasten der Bevölkerung lukrieren können.

 

Während Slowenien und Kroatien als verlässliche Partner des Monopolkapitals in die EU geführt wurden, Montenegro und nun auchNordmazedonien zumindest an die NATO angeschlossen werden, bleibt Bosnien-Herzegowina eine Art Protektorat der EU unter österreichischer Führung. Serbien leistete am längsten Widerstand gegen den US- und EU-Imperialismus, hier fehlen den Monopolen und Militärs noch die vollständigen Durch- und Zugriffsrechte. Deshalb wurde auch dieser Staat weiter desintegriert und unter Druck gesetzt, vor allem durch den NATO-Angriff 1999 sowie durch die unrechtmäßige Abtrennung des Kosovo, aber auch durch destabilisierende Einmischungen in der Vojvodina.

 

Die Partei der Arbeit Österreichs lehnt die imperialistische und militaristische Durchdringung der jugoslawischen Staaten ab. Sie verurteilt den NATO-Angriff von 1999 als verbrecherische imperialistische Aggression und klaren Bruch völkerrechtlicher Normen. Die PdA steht an der Seite der Völker Jugoslawiens und ihrer kommunistischen und Arbeiterparteien, die für Souveränität, Integrität, Frieden und Sozialismus kämpfen.

 

Die Partei der Arbeit Österreichs fordert:

 

- Rückzug des österreichischen Bundesheeres und aller imperialistischen Truppen aus Jugoslawien!

- Schluss mit imperialistischer Einmischung, Bevormundung und Okkupation!

- Rücknahme der Anerkennung des Kosovo und Wiedereingliederung in die Republik Serbien!

- Reparationszahlungen der NATO, der USA und der EU für den Krieg von 1999!

- NATO-Kriegsverbrecher und Kollaborateure vor Gericht!

- Für eine Region der Völkerfreundschaft, des Friedens und des Sozialismus!